[Marathon Bonn 4.4.2004] Die Strecke im Schlaf bewältigt Der dreieinhalb Monate alte Johann ließ sich vom Papa über die Distanz schieben Bonn. (scht) Johann 1816 a aus Bad Godesberg kam mit einer Zeit um die drei Stunden ins Ziel - dabei hatte er das gesamte Rennen verschlafen. Der Knirps ist gerade einmal dreieinhalb Monate alt und wurde von seinem Vater Max Ehlers, ausgestattet mit der Startnummer 1816, im dreirädrigen Baby-Jogger über die gesamte Strecke geschoben. Völlig entspannt wirkte Johann nach dem Marathon auf Vaters Arm. Foto: Ittermann -------------------------------------------------------------------------------- Zwar hatte Johann seit drei Monaten täglich fleißig mittrainiert, aber nie über die volle Distanz, so dass seine Mutter Sigrid Braun Sorge hatte, der kleine Mann würde unterwegs die Geduld verlieren und aufgeben wollen. "Also wurde er vorher noch gestillt - alles genau getimt -, und dann bin ich mit dem Rad hinterhergefahren, um Johann falls nötig in Empfang zu nehmen", sagte die Mutter. An zwei Stellen in Bad Godesberg und im Musikerviertel hielt sie nach ihren beiden Männern Ausschau, und mit dem Kleinen war alles in Ordnung. Nur der Vater tat sich nach reichlich Gegenwind und zusätzlicher Anschubarbeit langsam schwer: "Irgendwann habe ich mir gewünscht, er würde anfangen zu plärren. Aber den Gefallen hat er mir nicht getan." Stattdessen sorgte der Junior durch seine Anwesenheit für reichlich Anfeuerung. Durch den präparierten Kinderwagen, auf dem die "erweiterte Startnummer des Vaters" und der Name des schlafenden Mitfahrers standen, war es für die Zuschauer ein Leichtes, dem Gegenwind mit moralischen Rückenwind entgegenzuwirken. "Sie haben unentwegt Johann gebrüllt. Es war ein bisschen wie Karneval", so Max Ehlers. (04.04.2004) ...wer mehr wissen will...

Bla-Bonn
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RundumBonn©4/4/2004
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